Kaltakquise-OutsourcingEntscheidungshilfe für das Auslagern der B2B-Neukundengewinnung

Erarbeitet aus Gesetzestexten, Rechtsprechung und Behördenleitfäden. Jede Angabe mit Quelle und Stand. So arbeiten wir

Rechtsstand und letzte Durchsicht: 8. November 2026 · Deutschland, Österreich, Schweiz Rechner · Entscheidungshilfe
Inhalt des Merkblatts

Abschnitt 3 von 10

Was kostet Kaltakquise-Outsourcing? Kostenbestandteile und Rechenweg

Den einen Marktpreis für ausgelagerte Kaltakquise gibt es nicht; Angebote unterscheiden sich in Preismodell, Leistungsumfang und dem, was sie einen Termin nennen. Vergleichbar werden sie erst, wenn Sie alle Kostenbestandteile zusammenzählen und durch die gewonnenen Kunden teilen.

Stand: · So arbeiten wir

Auf einen Blick

  • Externe Kosten bestehen meist aus Einrichtung, laufender Gebühr und einem erfolgsabhängigen Teil.
  • Dazu kommen interne Kosten: Ihre Zeit für Briefing, Freigaben, Termine und Steuerung.
  • Die Vergleichsgröße ist der Preis je gewonnenem Kunden, nicht der Preis je Termin.
  • Die interne Alternative kostet mehr als das Gehalt: Arbeitgeberanteil, Sachkosten, Führung, Suche und Einarbeitung.

Externe Kostenbestandteile

Bestandteil Typische Form Worauf achten
Einrichtung einmalige Pauschale Was genau enthalten ist: Briefing, Leitfaden, Listen, Technik
Daten je Kontakt oder pauschal Herkunft, Aktualität, ob nicht erreichbare Kontakte ersetzt werden
Laufende Gebühr je Monat, je Stunde oder je Tag Wie viele Stunden oder Gespräche dafür geleistet werden
Erfolgsanteil je Termin, je qualifiziertem Kontakt, selten je Abschluss Wie der Erfolg definiert ist und was bei Ausfall passiert
Zusatzleistungen Briefe, Berichtsportal, CRM-Anbindung Ob Sie sie brauchen und ob sie abwählbar sind
Bindung Mindestlaufzeit, Mindestabnahme Was Sie zahlen, wenn die Ergebnisse ausbleiben

Die Preismodelle selbst und ihre Vor- und Nachteile behandelt Abschnitt 6.

Interne Kosten beim Auslagern

Auch beim Auslagern entsteht Aufwand in Ihrem Haus. Er wird oft vergessen:

  • Briefing und Freigaben zu Beginn, dazu jede Anpassung des Leitfadens.
  • Termine führen, einschließlich Vorbereitung, Anfahrt und Nachbereitung.
  • Rückmeldungen zu jedem Termin, damit der Dienstleister lernt, welche Termine etwas bringen.
  • Steuerung, also Berichte lesen, Abstimmungen, Entscheidungen.

Bewerten Sie diese Stunden mit dem Stundensatz der Person, die sie leistet. Für eine Geschäftsführung ist das oft der größte Einzelposten.

Kosten der internen Alternative

Wer vergleicht, muss die eigene Kraft mit Vollkosten ansetzen. Dazu gehören:

  • Bruttogehalt und Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung,
  • Arbeitsplatz, Telefonie, Software, Daten,
  • Zeit der Führungskraft für Einarbeitung, Coaching und Auswertung,
  • einmalige Kosten für Suche und Einstellung,
  • die Monate der Einarbeitung, in denen die Kraft voll bezahlt wird, aber noch nicht voll leistet,
  • Ausfallzeiten durch Urlaub und Krankheit, in denen nicht telefoniert wird.

Ein Rechenbeispiel mit Annahmen: Bei 48.000 € Jahresbruttogehalt, 21 % Arbeitgeberanteil und 700 € Sachkosten im Monat kostet eine Vollzeitkraft rund 5.540 € im Monat, bevor Führungszeit, Suche und Einarbeitung eingerechnet sind. Setzen Sie Ihre eigenen Werte ein.

Der Rechenweg

Die Kosten werden vergleichbar, wenn Sie beide Wege auf dieselbe Größe bringen:

  1. Gespräche je Monat schätzen: intern aus Akquisetagen und Gesprächen je Tag, extern aus dem Angebot. Fragen Sie den Dienstleister ausdrücklich nach Entscheidergesprächen, nicht nach Wählversuchen.
  2. Termine ergeben sich aus Gesprächen mal Terminquote. Rechnen Sie mit mehreren Quoten, weil Sie die wahre Quote vorher nicht kennen.
  3. Neukunden ergeben sich aus Terminen mal Abschlussquote. Wenn Sie erwarten, dass extern vereinbarte Termine schlechter abschließen, setzen Sie extern eine niedrigere Abschlussquote an.
  4. Kosten je Neukunde sind alle Kosten im Zeitraum geteilt durch die Neukunden.

Der Rechner macht genau das in drei Szenarien und zeigt zusätzlich den Grenzpreis je Termin, bis zu dem sich ein Angebot für Sie trägt.

Woran Sie überhöhte oder unklare Angebote erkennen

  • Das Angebot nennt einen Preis je Termin, aber keine Termindefinition.
  • Die laufende Gebühr ist nicht an Stunden, Tage oder Gesprächszahlen gekoppelt.
  • Die Mindestlaufzeit ist lang, eine Testphase mit Ausstieg ist nicht vorgesehen.
  • Datenkosten tauchen erst im Kleingedruckten auf.
  • Es gibt keine Aussage dazu, wem Listen und Notizen am Ende gehören.

Keiner dieser Punkte macht ein Angebot unseriös. Aber jeder ist eine Frage wert, bevor Sie unterschreiben. Weitere Prüffragen stehen in Abschnitt 7.

Rechner: Inhouse oder Dienstleister
Drei Szenarien mit Ihren Zahlen: Termine, Kosten je Termin und der Preis, bis zu dem sich ein Dienstleister rechnet.

Öffnen

Häufige Fragen

Warum nennt diese Seite keine Preise?
Weil uns keine Erhebung vorliegt, die Marktpreise belastbar abbildet, und weil Preise ohne Leistungsbeschreibung wenig aussagen. Holen Sie zwei bis drei Angebote ein und rechnen Sie sie mit dem Rechner auf Kosten je Neukunde um.
Sind Termine auf Erfolgsbasis günstiger?
Nicht automatisch. Der Dienstleister trägt das Risiko schlechter Quoten und preist es ein. Ob sich das für Sie lohnt, hängt davon ab, wie gut die Termine zu Aufträgen werden.