So lesen Sie das Ergebnis
- Je Neukunde ist die entscheidende Zeile. Kosten je Termin allein führen in die Irre, wenn Termine des Dienstleisters seltener zu Aufträgen werden als eigene.
- Grenzpreis je Termin: Bis zu diesem Preis je Termin kostet der Dienstleister je Neukunde nicht mehr als die eigene Kraft, bei sonst gleichem Angebot. Liegt er unter null, ist der Dienstleister schon über Grundgebühr und Einrichtung teurer.
- Saldo ist der Deckungsbeitrag der gewonnenen Kunden abzüglich der Akquisekosten im Zeitraum. Ein negativer Saldo im ersten Jahr ist bei langen Kundenbeziehungen kein Ausschlussgrund; rechnen Sie dann mit dem Deckungsbeitrag über die erwartete Laufzeit.
- Fällt die Entscheidung in allen drei Szenarien gleich aus, ist sie robust. Wechselt sie zwischen den Szenarien, hängt alles an der Terminquote. Dann lohnt eine befristete Testphase, bevor Sie einstellen oder langfristig unterschreiben.
Was der Rechner nicht abbildet
Er kennt weder Kündigungsfristen noch die Mindestlaufzeit eines Vertrags, keine Fluktuation und keinen Lerneffekt über das erste Jahr hinaus. Auch der Wert des Marktwissens, das eine eigene Kraft aufbaut, steht in keiner Zeile. Diese Punkte behandelt das Merkblatt in Abschnitt 4 und Abschnitt 6.
Rechenweg
Eigene Kraft je Monat = Gehalt × (1 + Arbeitgeberanteil) ÷ 12 + Sachkosten + Führungsstunden × Stundensatz
Gespräche intern = Akquisetage × Gespräche je Tag, in der Einarbeitung anteilig (Monat m von n: m ÷ (n + 1))
Gespräche extern = Gespräche je Monat × (Zeitraum − Anlauf)
Termine = Gespräche × Terminquote · Neukunden = Termine × Abschlussquote (extern zusätzlich × Faktor)
Kosten extern = Einrichtung + Grundgebühr × Monate + Preis je Termin × Termine
Sie haben noch keine eigenen Quoten? Dann ist die Spanne zwischen vorsichtig und gut breit zu wählen. Wie Sie Quoten sauber erheben, steht in Abschnitt 8: Kennzahlen. Ob sich das Auslagern über die Kosten hinaus für Sie eignet, prüft die Entscheidungshilfe.